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Arbeitgebermarkenbildung in inhabergeführten Unternehmen

Jan Köhler • 31.01.2022 • Lesezeit: ca. 4 Minuten

Markenbildung in inhabergeführten Unternehmen

Als Unternehmer:in sind Sie mit zahlreichen Märkten konfrontiert, auf denen Sie sich täglich durchsetzen müssen. Wer vor Jahren ein Unternehmen gegründet hat, legte seinen Fokus verständlicherweise zunächst auf den Absatzmarkt.
Schließlich möchten Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen und letztendlich Gewinn erwirtschaften. Ganz nebenbei wächst Ihr Unternehmen dann und plötzlich stehen Sie ganz neuen Herausforderungen gegenüber – nämlich sich gegenüber der Konkurrenz am Arbeitsmarkt zu behaupten und qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen. Eine Arbeitgebermarke hilft Ihnen dabei.


Warum brauchen Sie eine starke Arbeitgebermarke?

Genau wie Ihre Kundschaft mit der Zeit Vertrauen in Ihr Produkt gewinnt und es immer wieder kauft, wenn sie zufrieden ist, ist dieses Vertrauen auch im Umgang mit Bewerbenden nötig. Doch im Unterschied zu Ihren Produkten gibt es bei einem Job keine Geld-zurück-Garantie und die allermeisten potenziellen Bewerbenden haben auch keine Erfahrungswerte aus einer früheren Anstellung bei Ihnen. Das Vertrauen, das ein Bewerbender in Ihr Unternehmen bekommen soll, vermitteln Sie nur über eine starke Arbeitgebermarke. Inhabergeführte Unternehmen und KMU stehen oft vor der Herausforderung, dass ihr Bekanntheitsgrad nicht durch eine etablierte Marke gestärkt wird, wie es bei Global Playern in der Automobil-, IT- oder Modebranche der Fall ist. Deshalb muss die Arbeitgebermarke bei inhabergeführten Unternehmen strukturiert aufgebaut und klar kommuniziert sein. Der Nutzen einer Arbeitgebermarke macht sich auch im zeitlichen und kostentechnischen Aufwand für das Recruiting bemerkbar. Ihr verbessertes Image als Arbeitgeber zieht schließlich qualifizierte Bewerbende an und macht somit den Bewerbungsprozess effizienter.

Markenbildung: Arbeiten Sie mit Ihren Stärken!

Die Herausforderung, sich als Arbeitgeber attraktiv zu präsentieren, sollten Sie annehmen. Der große Vorteil, den inhabergeführte Unternehmen gegenüber Konzernen haben, ist, dass Sie nah an Ihren Arbeitnehmern sind. Ein Mitarbeitender arbeitet bei Ihnen nicht nur „mit“, sondern ist Teil des Gestaltungsprozesses. Oft tauschen sich Sachbearbeiter:innen und Geschäftsführung direkt aus, man kennt sich beim Namen und ist mehr als eine Personalnummer. Die flachen Hierarchien, kurzen Entscheidungswege und das Gefühl, einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten, spiegelt sich in der Loyalität gegenüber Ihnen als Arbeitgeber wider.

Nutzen Sie diese Vorteile und arbeiten Sie zunächst Ihre Stärken als Arbeitgeber heraus. Im inhabergeführten Unternehmen passiert dies am besten unkompliziert durch die direkte Interaktion mit den Mitarbeitenden. Fragen Sie Ihre Arbeitnehmer:innen,

  • warum sie gerne bei Ihnen arbeiten,
  • was sie an Ihnen als Arbeitgeber besonders schätzen und
  • was Ihr Unternehmen für die Arbeitnehmer:innen bietet, was anderen Betrieben in der Region fehlt.

Mit flachen Hierarchien den Weg zur Employer Brand ebnen

Durch die Befragung von Mitarbeitenden sollen auch bestehende Probleme oder Konflikte herausgefunden werden. Nehmen Sie die Belange des Personals ernst und versuchen Sie, Lösungen zu finden. Denn auch Ihre Mitarbeitenden prägen die Arbeitgebermarke und tragen sie weiter. In inhabergeführten Unternehmen profitieren Sie von den flachen Hierarchien, die hier in der Regel herrschen. So sind Veränderungen schneller umgesetzt und es können flexible und individuelle Lösungen gefunden werden, was wiederum zu einer höheren Mitarbeitendenzufriedenheit führt.

Entwickeln Sie Ihre persönliche Employer Branding-Strategie

Nachdem Sie Ihre Stärken kennen und Ihre Werte festgelegt haben, befassen Sie sich damit, wie Ihr Erscheinungsbild bzw. Ihre Arbeitgebermarke aktuell aussieht. Auf externen und unabhängigen Arbeitgeberbewertungsportalen wie z. B. kununu.de können Sie sich einen Eindruck davon verschaffen, was ehemalige Teammitglieder oder Bewerbende über Sie als Arbeitgeber denken. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der internen und externen Perspektive vergleichen Sie mit den Erwartungen Ihrer Zielgruppe und gehen in eine Soll-Ist-Analyse. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was differenziert Sie von den Wettbewerbsunternehmen?
  • Was macht Sie als Arbeitgeber besonders?
  • Welche einzigartigen Vorteile bieten Sie Ihren Mitarbeitenden?
  • Was schätzen die Arbeitnehmenden besonders an der Tätigkeit, dem Umfeld, dem Unternehmen?

Beantworten Sie diese Fragen ehrlich, denn nur so werden Sie auch die Interessierten anziehen, die zu Ihrer Unternehmenskultur und Ihren Werten passen. Und letztlich möchten wir nicht die Quantität, sondern die Qualität der Bewerbungen steigern. Ihr Employer Branding-Konzept setzen Sie ganzheitlich um: Schaffen Sie eine einheitliche Linie auf der Karriereseite Ihrer Homepage, in den sozialen Netzwerken und nutzen Sie Employee Referrals.

Ihre Markenbotschafter:innen sind bereits im Haus!

Eine Arbeitgebermarke soll und wird nicht nur von der Geschäftsleitung oder der HR-Abteilung nach außen getragen. Mitarbeitende sind die wertvollsten Botschafterinnen und Botschafter der eigenen Arbeitgebermarke und können einen entscheidenden Teil zum Aufbau und langfristigen Erfolg der Employer Brand beitragen. Den Erfolg werden Sie dann spüren, wenn Mitarbeitende zu sogenannten „Employee Referrals“ werden und dem Unternehmen Bewerbungen vermitteln. Das geschieht durch die Empfehlung von offenen Stellen an Bekannte und Freunde, indem beispielsweise Stellenanzeigen Ihres Unternehmens auf den privaten Kanälen in den sozialen Medien geteilt werden oder im Bekanntenkreis über vakante Positionen gesprochen wird. Denken Sie daran: Die Basis einer solchen Weiterempfehlung ist die Zufriedenheit im Unternehmen. Hier spannen wir den Bogen wieder zurück zum Produktmarketing – denn nur wer zufrieden ist, empfiehlt ein Produkt oder eben auch einen Arbeitgeber weiter.

Die Umsetzung der Arbeitgebermarke im inhabergeführten Unternehmen

In der Theorie klingt die Arbeitgebermarkenbildung im inhabergeführten Unternehmen einleuchtend und sinnvoll. Implementierung und Umsetzung sind gerade in kleineren Firmen durch den hohen zeitlichen und personellen Aufwand allerdings oft schwer realisierbar. Deshalb bietet Ihnen Köhler Kommunikation die Unterstützung beim gesamten Employer Branding Prozess an – von Fokusgruppen-Workshops über die Strategiefindung bis hin zur Kommunikation und Umsetzung der Arbeitgebermarke. Sprechen Sie uns dazu gerne an!

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