Referrals: Mitarbeitende gesucht? Gefällt mir!

Ein Beitrag von Jan Köhler

Referrals: Mitarbeitende gesucht? Gefällt mir!

Fachkräftemangel, „war for talents“ und Azubilücke. Die Suche nach den passenden Mitarbeitenden gestaltet sich schwierig. Was die Besetzung Ihrer freien Stellen mit Ihrem nächsten Restaurantbesuch zu tun hat, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Wenn Sie am kommenden Wochenende ein neues Lokal ausprobieren, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ihnen dieses zuvor empfohlen wurde. Mit diesem positiven Impuls begeben Sie sich gut gelaunt ins Restaurant. Warum diese simple Methode nicht auch bei der Suche nach Mitarbeitenden anwenden?

Was sind Employee Referrals?

„Referrals“ sind wörtlich übersetzt Überweisungen oder Verweise und bezeichnen im HR-Kontext Mitarbeiterempfehlungen. Sie stehen für ein wichtiges Recruiting-Tool im Kampf um die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt. Soziale Netzwerke wie LinkedIn, Snapchat, Facebook oder XING bilden dabei eine tragende Säule.

Um erfolgreich auf Social Media zu rekrutieren, genügt es nicht, lediglich ein Profil auf den Plattformen zu erstellen und unkoordiniert zu posten und Stellenanzeigen zu veröffentlichen. Durch gezielte Redaktionspläne und eine punktgenaue Aktivierung in der Zielgruppe können Sie auch über soziale Netzwerke eine positive Arbeitgebermarke aufbauen.

Eine zentrale Rolle nehmen dabei Ihre eigenen Teammitglieder ein. Sie dienen als Multiplikatoren und können entscheidend dafür sein, dass freie Stellen möglichst schnell mit qualifiziertem Personal besetzt werden.

Wenn Teammitglieder Ihre neuen Mitarbeitenden werben

Stellenanzeigen auf Jobportalen, die aktive Pflege der Social Media- bzw. Recruiting-Kanäle oder Headhunting – die Mitarbeitersuche kann sehr teuer sein. Eine deutlich kosteneffizientere Alternative stellen Mitarbeiterempfehlungen dar. Diese bringen gegenüber klassischen Stellenanzeigen und der externen Beauftragung zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Reduktion von Unsicherheit zwischen dem Arbeitgeber und dem potenziellen Arbeitnehmer durch gemeinsamen Kontakt
  • Schaffung einer ersten Vertrauensbasis
  • Mitarbeitende sind glaubwürdiger als ein Unternehmen als Empfehlungsgeber

Zudem spricht Ihnen ein Mitarbeitender eine Empfehlung nur dann aus, wenn er zutiefst überzeugt von seinem Kontakt ist. Sollte die Empfehlung nicht valide sein, schadet er schließlich seiner eigenen Reputation.

Welche Potenziale schlummern in den eigenen Mitarbeitenden?

Der Einsatz von Referrals bringt zusätzlich einen Nutzen mit sich, der sich über die Jahre entfaltet. Wenn der „cultural fit“ zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden von Anfang an möglichst hoch ist, besteht die Möglichkeit auf eine lange Beziehung.

Studien zeigen, dass Angestellte, die in Folge einer Empfehlung eingestellt wurden, eher länger im Unternehmen bleiben als „Unempfohlene“. So lässt sich über die Jahre ein Mitarbeiterstamm aufbauen, der sich mit dem Unternehmen voll identifiziert. Das birgt jedoch auch Risiken. Wer ausschließlich auf Referrals setzt, läuft Gefahr, sich in einer Blase zu bewegen und die Potenziale der verfügbaren Arbeitskräfte nicht voll auszuschöpfen.

Welche Grundvoraussetzungen braucht es für Mitarbeiterempfehlungen?

Damit ein Teammitglied eine Empfehlung ausspricht, müssen Grundvoraussetzungen geschaffen werden.

Empfehlungen werden nur dann ausgesprochen, wenn Erwartungen übererfüllt werden. Arbeitnehmer müssen also zufriedene Mitarbeitende sein, damit sie als positive Markenbotschafterinnen und Markenbotschafter fungieren können.

Sobald sie in diese Rolle schlüpfen, bringen sie dem Unternehmen einen Mehrwert. Durch ihre öffentliche Identifikation – zum Beispiel das Teilen der Unternehmensinhalte auf den privaten Social-Media-Kanälen – werden die Mitarbeitenden zu Multiplikatoren.

Um das zu fördern, gibt es neben der Etablierung einer positiven Unternehmenskultur auch technische Hilfsmittel. Interne Anreize wie Benefits für Beteiligte, die die meisten Bewerbenden empfehlen, bilden eine Möglichkeit.

Dies birgt jedoch das Risiko, dass nicht ehrlich empfohlen wird, um so einen der Spitzenplätze im internen Ranking einzunehmen.

Fazit: Die Mischung machts

Ausschließlich auf Referrals zu setzen, ist riskant. Gar nicht auf Referrals zu setzen beinahe fahrlässig.

Die Mischung machts – und mit sozialen Netzwerken im Rücken ist es fast so einfach wie nie zuvor, Mitarbeitende zu Ihren Brand Ambassadors zu machen.

Steigerung der Mitarbeiterbindung, Etablierung von Referral-Programmen und zielführende HR-Strategien: Bei Köhler Kommunikation kümmern wir uns um Ihre Herausforderungen. Kommen Sie gerne auf uns zu – wir freuen uns!

Sie möchten über Employer Branding und HR-Kommunikation sprechen?

Jan Köhler
Telefon: +49 211 601800

Jan Köhler kontaktieren

Aktuelle Blogbeiträge

Wir zeigen Ihnen, was uns täglich bewegt! Highlights aus unserer Arbeit. Aktuelles aus dem Netz. Diskussionen in den sozialen Medien. Informatives und Innovatives aus der Branche. Aktuelle Trends und Studien zu Employer Branding, HR-Marketing und Recruiting.