Das Ende der heißen Luft

Wir leben in bewegten Zeiten. Unsere Welt überrascht uns täglich mit neuen Themen, deren komplexe Zusammenhänge sich nicht mehr in schwarz und weiß, gut und böse, sinnvoll und unsinnig einteilen lassen. Zu jedem Thema existiert eine Flut von Nachrichten. Dazwischen schwimmt der Mensch und sehnt sich nach Halt und Orientierung.

Glaubwürdige Nachrichten

BILD hat im Rahmen seiner Studie »Große Worte. Große Wirkung.« die Relevanz aller wichtigen Nachrichtenmedien in Deutschland untersucht. Die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Nachrichten haben für die meisten Menschen an Bedeutung gewonnen. 67% der Deutschen haben das Gefühl, es gibt mehr Ereignisse, über die berichtet werden muss; 91% ist es sehr wichtig, über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden zu sein.

2. Der unaufhörliche Nachrichtenstrom verstärkt den Wunsch nach Relevanz-Filtern. Klassische journalistische Aufgaben wie Selektion, Gewichtung und Einordnung werden immer bedeutsamer.

3. Die klassischen Medien sind nach wie vor die wichtigsten und verlässlichsten Nachrichtenquellen. 76% bevorzugen TV, 63% Zeitungen und Zeitschriften, 57% das Radio. Nachrichten in sozialen Netzwerken (User Generated Content) und Beiträge von Nachrichtensites in sozialen Netzwerken liegen mit 11% und 8% auf den hinteren Plätzen.

Authentische Kommunikation

Unterm Strich ist bei allen Nutzern eine große Sehnsucht nach nach Relevanz, Überschaubarkeit, Ehrlichkeit und Authentizität spürbar. Das ist genau das gesellschaftliche Klima, in dem HR-Kommunikation derzeit stattfindet. 

Es werden die Unternehmen einen Vorsprung haben, denen es in den letzten Jahren gelungen ist, ihre Arbeitgebermarke als vertrauenswürdigen Absender im Markt zu platzieren. In der Regel sind das diejenigen, die zugunsten einer glaubhaften, authentischen Kommunikation von Anfang darauf verzichtet haben, mit dem lauten Werbefön abgedroschene Klischees und vollmundige Versprechungen in die Zielgruppen zu blasen. Die Zeiten der heißen Luft sind vorbei.